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vagabondliv.

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low lands | was sonst noch geschah.

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letzter unitag, erste steuererklärung. die frage ob man nun noch weiter expat sein muss/ kann/ will. wenn ja, warum. [mal wieder die frage: wer bin ich und wenn ja, wie viele.]

fremdwerke | gunkanjima

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wer den letzten bond-streifen skyfall gesehen hat, dem werden diese bilder sicher bekannt vorkommen. yves marchand und romain meffre haben einen beeindruckenden bildband über die insel japanische insel gunkanjima herausgegeben. die fotos sind im gegenteil zu - sagen wir fotografie in osteuropa - nicht nur von der ästhetik des verfalls geprägt. sie muten nicht nur gespenstisch, sondern auch bedrohend an. das zu recht, denn gunkanjima ist in vieler hinsicht ein mahnmal.

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von 1887 bis 1974 wurde hier auf kosten der natur unterseeischer kohleabbau betrieben. im zweiten weltkrieg zwangen die japaner koreanische und chinesische kriegsgefange hier zu menschenunwürdiger arbeit. langsam gehen auch die japaner, nicht unbedingt bekannt für einen aufgeklärten umgang mit ihrer vergangenheit, offener mit der geschichte der insel um. mitsubishi, der frühere inhabende konzern, hat die insel dem staat vermacht und japan beantragt derzeit eine aufnahme ins unesco weltkulturerbe. für touristen ist die insel teilweise zugänglich gemacht. wen der nächste urlaub nicht nach nagasaki führt, der kann hier dank google earth die insel durchwandern. hier das video zur entstehung der google earth map, inklusive euphorischer google musik. weltentdeckung 2.0


 

low lands | in memoriam of winter.

there hasnt been the slightest snow fall in the low lands this winter. with the first daffodils blossoming, i kind of lost hope in experiencing the great calm of winter this year. hence, here is to online snowfall and the fascination for mother nature. 

the guys over at improvised life provided this explantion of how snowflakes are formed, that i wont deprive you off: 

These ice crystals that make up snowflakes are symmetrical (or patterned) because they reflect the internal order of the crystal’s water molecules as they arrange themselves in predetermined spaces (known as “crystallization”) to form a six-sided snowflake. 

Ultimately, it is the temperature at which a crystal forms — and to a lesser extent the humidity of the air — that determines the basic shape of the ice crystal. Thus, we see long needle-like crystals at 23 degrees F and very flat plate-like crystals at 5 degrees F.  

The intricate shape of a single arm of the snowflake is determined by the atmospheric conditions experienced by entire ice crystal as it falls. A crystal might begin to grow arms in one manner, and then minutes or even seconds later, slight changes in the surrounding temperature or humidity causes the crystal to grow in another way. Although the six-sided shape is always maintained, the ice crystal (and its six arms) may branch off in new directions. Because each arm experiences the same atmospheric conditions, the arms look identical.

thoughts | in zeiten des abnehmenden zahnfleischs.

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im ausland zu leben war irgendwann das neue “normal”. die mehrheit meines lebens seit meinem 18. geburtstag war ich expat. neulich in amsterdam’s american book store: mir fällt das buch von lemieux und parker in die hand: ‘the mobile life’. ich sage: ‘look, somebody wrote my autobiography before i got to it.’ unumwunden - die ist eine leseempfehlung für alle, die sich zuhause nicht mehr zuhause fühlen und ‘drüben’, in meinem fall gerad im westen, davon leben nicht dazuzugehören. und das schlimme ist, man kann es sich nicht aussuchen.

parker und lemieux haben auch ein paar seiten dem zurückkommen gewidmet. schwierig soll es sein. man solle sich vorbereiten wie sonst auf wegzug ins ausland.

wenn ich zurück komme, werde ich wahrscheinlich ein gutes stück holland mitbringen. ungefähr 1,90 groß. das nicht-ganz-dazugehören, das bitten-langsam-zu-sprechen, das jetzt-sprechen-sie-wieder-für-mich-englisch wird damit teil meines lebens bleiben.

wie lang kann man so was machen? hat man heimatakkus? kann so was eigentlich auf dauer, und ich meine wirklich auf dauer, gut gehen?

der sozialwissenschaftler sagt “es kommt darauf an.” nun gut, berlin ist nicht beijing. aber der kanal in kreuzberg eben auch nicht die herengracht. amsterdam hat klasse, berlin hat den kotti.

kann man deutschland mögen? als weg-und-zurück-gezogene? als zugezogener? ich sage, ja. und zwar zu allererst, weil wir unsere geschichte nicht scheuen.  holland steckt seit dem zweiten weltkrieg den kopf in den sand. gegen wilders müsse man nichts tun, den nimmt doch keiner ernst.

dann kommt erst mal nix.

und dann kommt alles, was persönlich und damit an dieser stelle wichtig ist. freunde, freunde, freunde. euch nicht mehr über skype zu sehen, sondern live und in farbe. oft. gar wöchentlich!

öffnungszeiten bis 20 uhr und dafür sonntagsruhe mit kirchenglocken. klassisch. deutsch. hesse.

diskretion und abstand. was man mir immer über die skandinavier sagte - die meinen es nicht so, die sind halt verschlossen - sind in hollands augen sicher schon die deutschen.

regeln. und das sie nicht nur auf dem papier sind. dass die wahrscheinlichkeiten, dass mein vermieter, ein anwalt noch dazu, das recht ignoriert, geringer sind.
 
wald.

berge. oder sagen wir, hügel.

sie sagen es soll schwierig sein, ich sage: ich, mein zahnfleisch, meine gesammelten erinnerungen aus vier länden, wir wollen nach hause.

thoughts | self and the city

Compelling thoughts on one of my first evenings as a citizen of Amsterdam:

"Today, when more than half of the world’s population lives in urban areas, many critics worry that people are losing their sense of self and community. In fact, cities may be the key to empowering identity in the twenty-first century." Read more at —> project syndicate

one day to the jing

DK | silencium aurum est.

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even though denmark is a former home to me, i haven’t discovered too much of the country. i had simply given in to copenhagen’s charme. this month a family holiday luckily gave me an opportunity to see more. more sea, more sand, more sun. july spoiled us with lovely weather and it was the right place to relax from all that think tank thinking. this wandering dune pictured above truly exuded tranquility for me. though invisible to us, the dune moves quickly towards the inner country. it is only by coincidence the light house has been spared. within the next years it will slowly fall prey to the dunes and collapse into the sea, breaking the silence.

"when you walk with 48 ice cream through de haagse bos, you know it’s the last day at the think tank."

~ for now.

low lands | all about orange.

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queensday/ kingsday.

a nation dressed in orange.

talking about maxima’s dress.

silence at national remembrance day.

following discussions about “hating” germans.

me sitting in a train department with three massive flags.

ajax amsterdam winning the dutch league.

long thoughts about nationalism.

passing by the tulip fields.

29/04-05/05