

spring break. was für ein fantastisches wort. was für eine zeit im jahr. zeit für bilanz und wachstum:
ein monat dresden ging wie im flug vorbei. “vorbei” ist in dem zusammenhang auch die treffendste vokabel. erstaunlich wie sehr man sich von früheren versionen seiner selbst entfernen kann. ein gefühl von fremde und schwere begleitet mich durch diese stadt. selbst an diesem sonnigen vorletzten arbeitstag zieht es mich nur von hier weg. auch gar nicht spezifisch nach berlin, das bleibt kein mitte-verherrlichender blog.
als ich die größten punkte für den aufenthalt hier abgehakt hatte, zog es mich in die slub. aber diesmal - vielleicht zum ersten mal? - nicht unter einem arbeitsaspekt, sondern so, wie ich vor dem studium zeit in der bibliothek verbrachte: schmökernd, schmachtend. ich endete - klischee-erfüllend - mit einem (bilder!)buch über chinesische ethnien in meiner hand auf einer der bequemen ledercouches. immer mal einschlafend und träumend formte sich der wunsch, unbedingt mal nach fenghuang in zentralchina zu reisen. es sieht ein bisschen aus wie das venedig chinas mit seinen vielen, sehr alten, winzigen häusern am wasser. bewohner sind die miao, die übrigens auch diese reisgebiete bewohnen. und diese fremdheit, das wasser, die hitze, die überberstende flora und fauna ist noch immer das, was ich besonders stark mit china in verbindung bringe. ich schreibe in mein notizheft: “fenghuang, potentielles reiseziel.” man weiß ja nie, warum einen etwas anzieht.
wieder in der buslinie 61 sitzend, angekommen in der postsozialistisch-grauen realität, mich fragend was zur hölle ich hier eigentlich tue, google ich fenghuang. ich kannte die zeichen nicht. und siehe es heißt “phönix aus der asche”.
ende.

vagabondliv.



